Horizontale Erdkollektoren
Hier unterscheidet man grundsätzlich überbaute von nicht überbauten Kollektoren.
Die Verlegetiefe bei den nicht überbauten Kollektoren orientiert sich stark an der solaren Regeneration. Sie liegt zwischen 1,2 und 1,5 m, mindestens jedoch 0,2 m unter der Frostgrenze.
Bei den überbauten Kollektoren hängt das Kollektorniveau von der Gründungstiefe ab. Aufgrund der fehlenden solaren Regeneration ist man hier auf fließendes Grundwasser oder eine ausgeglichene Energiebilanz bezogen auf Energieentzug (Heizfall) und Energieeintrag (Kühlfall) angewiesen.

- Bild 1 – VOLVO Konz Erdwärmekollektor (nicht überbaut)

- Bild 2 – SAMSUNG Seoul Erdwärmekollektor (überbaut)
Die in einem Abstand von ca. 20 – 30 cm mäanderförmig im Erdreich oder Sandbett verlegten Rohrleitungen aus Polyethylen führen meist ein frostsicheres Wärmeträgermedium. In Wasserschutzgebieten ist jedoch ist meist nur Wasser als Wärmeträger zugelassen.
Für die grobe Abschätzung der Entzugsleistung eines horizontalen Kollektors müssen die Lage, der Wärmeträger, die Beschaffenheit des Untergrundes (Bodengutachten) und die geplante Nutzungsweise und bekannt sein.



